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Bad Lausick in den Wirren des 20. Jahrhunderts
Die Anfänge der Tonindustrie in Bad Lausick werden um das Jahr 1895 herum datiert. Aus den damaligen Betrieben entstand später in der DDR der VEB Silikatwerke Bad Lausick.
Ersatz für das 1890 abgebrannte Rathaus konnte erst 1897 mit dem Bau des neuen Rathauses mit Postamt geschaffen werden. 1898 folgte dann der Bau eines eigenen Amtsgerichtes. Die Bestätigung als staatlich anerkannter Kurort sowie den letztendlich aktuellen Namen erhielt die Stadt im Jahr 1913. Aus Lausigk wurde Bad Lausick. Der 1928 erfolgte Umbau und die Modernisierung des Herrmannsbades festigte den Standort Bad Lausick als bekannter Kurort. Die Eingemeindungen von Reichersdorf und Heinersdorf aus dem Jahr 1935 erhöhte die Einwohnerzahl auf 5.038 Bewohner. Zwei Jahre später, 1937, wurde die Bahnstrecke Bad Lausick–Neukirchen-Wyhra in Betrieb genommen. Seit Oktober desselben Jahres beförderten dann regelmäßig Personenzüge Fahrgäste von Borna über Bad Lausick bis nach Großbothen. Während des zweiten Weltkriegs blieb Bad Lausick von Luftangriffen der Alliierten und militärischen Zerstörungen der Bodentruppen verschont. Der Zweite Weltkrieg ging an Bad Lausick wenn auch nicht unmerkt so doch glimpflich vorbei. Im Kurhaus wurde 1939 ein Lazarett der Wehrmacht eingerichtet, das dort bis 1945 betrieben wurde. Die Schule in der Frohburger Straße wurde in den Jahren 1967 und 1968 um acht Klassenzimmer und zwei Fachräume aufgestockt um dem Bildungsbedarf der gewachsenen Stadt genüge zu tragen. Im Jahr 1972 wurde aus halbstaatlichen Betrieben der VEB „Heimschuh“ und „VEB Mühlenwerke“ gegründet. Die LPGs von Ballendorf, Buchheim, Bad Lausick und Ebersbach gingen 1976 in der LPG „Ernst Thälmann“ auf. Auch der erfolgreiche VEB Silikatwerk Bad Lausick wurde zwischen 1979 bis 1988 grundlegend ausgebaut und modernisiert. Erich Honeckers „Einheit aus Sozial- und Wirtschaftspolitik“ führte im Jahr 1988 zur Umsetzung einer umfangreichen Wohnungsbauaktion im Neubauviertel Bad Lausicks. 270 neue Wohnungen, eine Kaufhalle, eine Schule und eine neue Turnhalle sollten die Wohn- und Lebensqualität der Bürger Bad Lausicks verbessern.
Über den Autor: nokiland ist Web-Designer und -Programmierer. Er arbeitet freiberuflich als Entwickler und Webmaster diverser Infotainment Webseiten.
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