Neue Bundesländer | Länderübergreifende Themen
Die wirtschaftliche Entwicklung der Neuen Bundesländer
Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik sank die Industrieproduktion der Neuen Bundesländer zunächst innerhalb weniger Jahre drastisch ab, wächst aber seit dem Tiefstpunkt Anfang der 1990er Jahre wieder stetig und mit zum Teil deutlich höheren Wachstumsraten als in den alten Bundesländern. Trotzdem liegt der Anteil der Wertschöpfung in der Industrie an der gesamten Wertschöpfung noch immer unter dem Niveau der alten Bundesländer. Und das obwohl die neuen Bundesländer mit umfassenden Fördermitteln für dem Aufbau Ost aus dem Fonds Deutsche Einheit und den Solidarpakten unterstützt werden.
Das ehemalige Volkseigentum der Deutschen Demokratischen Republik wurde fast vollständig privatisiert. Große Teile der Industrie wurden durch die Treuhandanstalt abgewickelt, sprich geschlossen oder privatisiert und teilweise saniert und verkauft. Rund 95 Prozent des ehemaligen Volkseigentums der ehemaligen DDR gelangten in den Besitz von Eigentümern außerhalb der Neuen Bundesländer. Dies ist bis heute eine Quelle des Unmuts im deutschen Osten wo man sich um die Arbeit und Leistung von 40 Jahren betrogen und enteignet fühlt.
Die neuen Bundesländer sollten mit umfassenden Fördermitteln aus dem Aufbau Ost, vor allem dem Fonds Deutsche Einheit und den Solidarpakten, in ihrer Wirtschaft unterstützt werden. Seit 1990 hat sich dennoch die Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern stark erhöht und ist im Durchschnitt etwa doppelt so hoch wie in Westdeutschland. Große Teile der Industrie wurden abgewickelt. Auch in den Betrieben, die noch bestehen blieben, wurde die Zahl der Mitarbeiter zumeist erheblich gesenkt. Nach der Wende hat sich die Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern stark erhöht und ist im Durchschnitt etwa doppelt so hoch wie in Westdeutschland. Mit ein Grund für die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte Richtung Westen die nun im Osten fehlen. Als Folge dessen stehen in vielen Städten der Neuen Bundesländer viele Wohnungen leer, so beispielsweise in Dresden etwa 20 Prozent aller Wohnungen und in Berlin etwa 100.000 Wohnungen - trotz massivem Abriss und Rückbau.
Die Preise für Wirtschafts- und Konsumgüter haben sich seit der Bildung der neuen Länder zumeist erhöht, teilweise sogar drastisch um das etwa fünf- bis zehnfache wie die Mieten, die Versicherungen, die öffentlichen Verkehrsmittel, für Restaurantbesuche und für Handwerker und Dienstleistungen. Positiv zu vermerken ist, dass in den 1990er Jahren fast alle Haushalte mit Telefonanschlüssen ausgestattet wurden.
Über den Autor: ElDong ist IT-Fachautor und Herausgeber mit Fachgebiet Software-Entwicklung für Windows und das Internet. Er arbeitet freiberuflich als Entwickler und Webmaster diverser Infotainment Webseiten.
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