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Weihnachtsgans nach Omas Rezepten
Zu Weihnachten wird seit jeher Gans zubereitet, selbstverständlich auch in der ehemaligen DDR. Die Rezeptur passte sich der allgemeinen und saisonalen Versorgungslage an. Fertige Kochmischungen wie Geflügelgrundsauce oder auch bestimmte Kräuter sowie Gewürze der heutigen Küche wurden nicht verwendet, was dem Geschmack jedoch keinen Abbruch tat.
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Gänsebraten nach Omas Rezept aus der DDR
Foto:Redaktions-Service Maecker
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Zutaten: 1 Gans, Salz, 500 g Äpfel, 3 Stengel Beifuß, 1 L Wasser, 10 g Kartoffelmehl, Die gerupfte, ausgenommene Gans auswaschen, trocknen und mit Salz ausreiben. Die Äpfel und einige Stängel Beifuß hineinstecken und die Gans mit Rouladennadeln verschließen oder mit etwas dickerem Faden zunähen. Die Weihnachtsgans wird nun mit 250 bis 500 ml Wasser (je nach Größe) mit der Brustseite nach unten angesetzt und mindestens 1 Stunde lang zugedeckt gedünstet. Dadurch lockert sich das Fett im Gewebe der Weihnachtsgans. Danach ohne Deckel im Backofen weiter braten. Wenn das Wasser verdampft ist, an der Seite etwas nachgießen. Nach 1 Stunde Bratenzeit in der Röhre kann das herausgetretene Fett abgeschöpft werden. Die Gans regelmäßig wenden und mit dem abgeschöpften Bratfett übergießen. Damit es leichter abläuft sollte mehrmals mit der Gabel in die Haut am Bürzel und unterhalb der Keulen eingestochen werden. Wenn die Gans fast weich ist, sollte sie nicht mehr mit Bratenfett begossen werden, damit die Haut knusprig wird. Sie können den Gänsebraten auch mit kaltem Salzwasser bepinseln und noch einmal in die Bratröhre stellen. Danach den Braten auf einer heißen Herdplatte warmhalten, das Fett abschöpfen und den Bratensatz mit Brühe oder Wasser ablöschen, loskochen. Anschließend kaltangerührtes Kartoffelmehl zum binden hinzugeben. | |  Gänsebraten nach Omas Rezept aus der DDR Foto:Redaktions-Service Maecker | | |
Das Zerlegen der weichen Weihnachtsgans sollte mit scharfem Besteck erfolgen. Zunächst um die Keulen herum mit dem Messer Haut und Fleisch einschneiden und mit der Geflügelschere die Knochen zerteilen. Danach das Brustfleisch in Streifen abtrennen. Nun öffnen Sie die Bauchöffnung und nehmen die Äpfel und den Beifuß heraus . Wenn der komplette Gänsebraten ganz aufgetischt werden soll, legen Sie die Fleischstücke auf das Gerippe, begießen alles mit ein wenig Tunke und schieben den Gänsebraten noch einmal kurz in den heißen Backofen. Sie können die Weihnachtsgans auch völlig zerlegt auftischen. Dazu erst die Keulen, das Brustfleisch und die Flügel mit je einem Stück Brustfleisch abtrennen. Danach mit der Geflügelschere den Rücken längs zerschneiden und anschließend quer in Portionsstücke einteilen.
Über den Autor: nokiland ist Web-Designer und -Programmierer. Er arbeitet freiberuflich als Entwickler und Webmaster diverser Infotainment Webseiten.
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Kommentare |
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11.02.12 18:54 Uhr |
nokiland sagt: Nun, Du sagst es: "Es gab auch zu DDR-Zeiten genügend Zutaten, um Speisen köstlich zu würzen und auch heute verschmähe ich solch Fertigzeug mit all seine E...-Zutaten.". Trotzdem schmeckte das Essen besser als heute mit halbfertigen Zutaten aus Dose, Glas, Pappverpackung.... |
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11.02.12 14:23 Uhr |
Fritz sagt: Dein folgender Satz zeugt aber nicht von einem verwöhnten Gaumen:
"Fertige Kochmischungen wie Geflügelgrundsauce oder auch bestimmte Kräuter sowie Gewürze der heutigen Küche wurden nicht verwendet, was dem Geschmack jedoch keinen Abbruch tat."
Verdirbst du dir heute etwa deine Speisen mit "fertiger Kochmischung" und irgendwelchen Fertigsaucen? Es gab auch zu DDR-Zeiten genügend Zutaten, um Speisen köstlich zu würzen und auch heute verschmähe ich solch Fertigzeug mit all seine E...-Zutaten. Ich bin heute noch glücklich darüber, dass ich beim Kochen in der DDR schön zu improvisieren gelernt habe.
Gruß Fritz |
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