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Hartmut Schulze-GerlachSänger und Fernsehmoderator Hartmut Schulze-Gerlach ist ein deutscher Komponist, Musiker, Produzent, Moderator und Entertainer. Er zählte in der DDR mit zu den beliebtesten Künstlern. Bekannt war er einer breiten Öffentlichkeit auch als "Muck". Nach Abschluß der Schule absolvierter er zunächst eine Lehre als Baufacharbeiter. Nach dieser Zeit wechselte er sehr häufig seinen Wohnort und nahm viele verschiedene Tätigkeiten auf. Die Wahl seiner Tätigkeiten (z.B. Verkäufer, Postbote, Tankwart, Hafenarbeiter) läßt möglicherweise die Vermutung aufkommen, Hartmut Schulze Gerlach hatte seinen Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden. Musikalisch betätigte Hartmut Schulze-Gerlach sich in verschiedenen Amateurmusikgruppen. In dieser Zeit fand er Zugang zur „Peter-Baptist-Combo“. Die in den 60'er Jahren gegründete „Peter-Baptist-Combo“ brachte viele bekannte Künstler hervor. So z.B. auch Dieter Birr, ein späteres Mitglied (Sänger, Frontman) der "Puhdys". Seine Erfahrungen in dieser Combo formte ihn zu einem erfolgreichen Sänger. 1973 wurde er Mitglied im „Gerd Michaelis Chor“ (auch Gerd-Michaelis-Chor oder Michaelis Chor). Dieser Chor verschrieb sich dem Genre "Schlager", erzielte aber auch mit politischen Liedern Erfolg. Der 1969 gegründete „Gerd Michaelis Chor“ wurde durch acht Mitglieder besetzt, welche sehr oft wechselten. Mehrere Sänger wurden nach ihrer Zeit im Chor als Solokünstler bekannt. 1973 trat Hartmut Schulze-Gerlach als "Muck" an die Öffentlichlichkeit. "Muck" war sein Spitzname aus Kindergartenzeit. Als Solist landete "Muck" mit dem „Gerd Michaelis Chor“ 1973 den Hit "Isabell". Der von Wolfgang Brandenstein geschriebene Text konnte leich frivol verstanden werden ("..Isabell, Isabell, komm setz Dich auf mein Bärenfell..."), sties aber wohl gerade deshalb auf eine große Resonanz bei den Hörern. Das i-Tüpfelchen war jedoch die Idee, dem Chor einen Text über "Muck" selbst singen zu lassen. "Gibt der kleine Muck sich einen Ruck, dann geht er ran.... Unser Muck ist ein Filou, und dein Herz bricht er im Nu, und noch mehr, eventuell, aber nur bei Isabell.". Vielleicht fand Muck diese Einlage einfach nur witzig, doch es entpuppte sich als ein schlaues Marketing. Der "kleine Muck" wurde ein Publikumsliebling. 1975 verließ Hartmut Schulze-Gerlach den „Gerd Michaelis Chor“. 1976 gründete er den "Cantus" Chor. Mitglieder waren Gisela Klesch, Silvia Kottas, Tina Lenz, Evelin Merzdorf, Vladi Slezak, Benno Pennsler, Norbert Wolf und Jens Hohäuser. 1976 landete er mit "He, kleine Linda" einen weiteren großen Hit. Er erschien bei AMIGA auf einer Single und wurde ebenfalls von Wolfgang Brandenstein getextet. Dieser Titel wurde 1977 ebenfalls auf seinem Debüt-Album veröffentlicht. Regelmäßig brachte das Label AMIGA neue Werke von "Muck" heraus. 1981 erweiterte Hartmut Schulze-Gerlach sein berufliches Tätigkeitsfeld. Er wurde Fernsehmoderator der Unterhaltungssendung "Sprungbrett". Sprungbrett war eine Samstagabend Fernsehshow des DDR Fernsehens, in der junge Nachwuchskünstler präsentiert wurden. Gewinner wurde, wer in der Gunst des Publikums am höchsten lag. Die abstimmung erfolgte mittels Zuschauer-Zuschriften. Er trat in der nächsten Sendung als Gast auf. Einer der Gewinner war Linda Feller. Sie wurde in ihren ersten Jahren von Hartmut Schulze-Gerlach in ihrer Laufbahn unterstützt. Am 08 Juni 1985 moderierte er zum erstenmal die Samstagabend-Show "Ein Kessel Buntes", eine beliebte Samstagabend-Show des Fernsehens der DDR aus den Jahren 1972 bis 1992. In ihr traten neben erfolgreichen DDR Künstler auch Gäste aus alle Welt auf, z.B. Costa Cortalis, Marianne Rosenberg, Udo Jürgens oder Audrey Landers. Audrey Landers verkörpterte die Sängerin Afton Cooper in der Serie "Dallas". Dank des "Kessel buntes" konnte man auch im DDR Fernsehen Stars aus aller Welt erleben. Ab 1986 schrieb und komponierte Hartmut Schulze-Gerlach seine Lieber überwiegend selbst. Als Komponist und Arrangeur lieferte er bereits ab 1976 zahlreiche Titel für Monika Hauff & Klaus-Dieter Henkler, Thomas Lück, Andreas Holm, Linda Feller und weitere Sänger. 1990 veröffentlichte Hartmut Schulze-Gerlach erstmals unter dem Pseudonym „Thommy Raiker“ seine Werke, "legte" diesen Namen bei seinem Album "Meine größten Erfolge" aus dem Jahre 1995 jedoch wieder ab. 1993 begann er beim MDR Fernsehen mit der Moderation der Fernsehreihe "Damals war's". Heute lebt Hartmut Schulze-Gerlach auf Rügen. Er hat eine Frau und zwei Kinder. Seine Mutter ist die Schriftstellerin Tine Schulze-Gerlach.
Über den Autor:
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