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Manfred von Ardenne


Wissenschaftler, Physiker

Foto:Rainer Mittelstädt / Bundesarchiv 
*20.01.1907
Hamburg
†26.05.1997
Dresden

Manfred Baron von Ardenne war der Sohn des Regierungsrates Baron Egmont von Ardenne und ein deutscher Naturwissenschaftler. In seiner Laufbahn meldete er rund 600 Patente in den Bereichen Funk- und Fernsehtechnik, Nuklear-, Elektronen-Mikroskopie, Plasma- und Medizintechnik an.

Manfred von Ardenne wuchs in einem elitären Haushalt auf und wurde in den ersten Jahren von Privatlehrern unterrichtet. Schon in der Schule zeigte er Interesse für die Naturwissenschaften, insbesondere für die Elektrophysik. Mit 16 Jahren meldete er sein erstes Patent an. Das Gymnasium verließ er vorzeitig mit 16 Jahren. Einnahmen erzielte er schon zu dieser Zeit durch Honorare für Veröffentlichungen und dem Verkauf seiner Patente. Sein Hauptaugenmerk lag 1925 auf der Verbesserung des Breitbandverstärkers, welcher bei weiteren Entwicklungen in der Rundfunk- und Radartechnik benötigt wurde.

1925 begann er sein Studium an der Berliner Universität mit Schwerpunkt Physik, Chemie und Mathematik. So wie er sein Abitur nicht vollendete, brach er nach nur 4 Semestern sein Studium ab und widmete sich seinen Forschungen auf dem Gebiet der angewandten Physik. Erstaunlich ist, dass Manfred von Ardenne in der DDR Professor für elektronische Sonderprobleme der Kerntechnik an der Technischen Universität Dresden war. Wahrscheinlich verhalfen seine Leistungen ihm auch ohne Abiturabschluß und vollständigem Studium zu diesem Posten.

1928 wurde Manfred von Ardenne volljährig. Er gründete das Forschungslaboratorium für Elektronenphysik in Berlin-Lichterfelde. Ardenne wirkte unter anderem an der Entwicklung des Fernsehens mit Leuchtfleck-Zeilenabtastung und zeilenweiser Wiedergabe mit einer Braunschen Röhre, an der Erfindung des Rasterelektronenmikroskops sowie an der Radarentwicklung und atomaren Arbeiten mit. Eine Vielzahl wichtiger Erfindungen rund um die Funk- und Fernsehtechnik sowie Elektronenmikroskopie hatten ihren Ursprung in diesem Institut.

1930, Manfred von Ardenne war gerade einmal 20 Jahre alt, gelang ihm erste vollelektronische Fernsehübertragung mit einer Kathodenstrahlröhre. 1931 präsentierte Ardenne das erste vollelektronische Fernsehen.

In der Zeit Von 1945 bis 1954 wirkte Manfred von Arden zusammen mit anderen deutschen Wissenschaftlern an der Entwicklung der sowjetischen Atombombe mit. Dies geschah nicht freiwillig, er wurde zwangsverpflichtet. 1953 erhielt er für seine Mitarbeit an der sowjetischen Atombombe den Stalinpreis.

Sein "Ansehen" durch die Mitarbeit an der Atombombe stieg. Die DDR unterstützte Ardenne bei der Gründung seines neuen privaten Forschungsinstitut, welches mit bis zu 500 Mitarbeitern das größte private Forschungsinstitut im ganzen Ostblock war.

Von Ardenne war Mitglied der Internationalen Astronautischen Akademie in Paris und Volkskammerabgeordneter.

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