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Markkleeberg
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| Bundesland |
Freistaat Sachsen |
| Direktionsbezirk |
Leipzig |
| Landkreis |
Leipzig |
| Gemeindschlüssel |
14 7 29 260 |
| Stadtgliederung |
9 Ortsteile |
| Höhe |
115 m ü. NN |
| Fläche |
31,35 km² |
| Einwohner |
24.020 |
| - männlich |
11.548 |
| - weiblich |
12.472 |
| Bevölkerungsdichte |
766,19 Einwohner pro km² |
| Postleitzahl
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04416 |
| Kfz-Kennzeichen |
L |
| Adresse der Stadtverwaltung |
Rathausplatz 1 04416 Markkleeberg |
| Webseite |
http://www.markkleeberg.de/ |
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Markkleeberg ist eine Stadt im Landkreis Leipzig des Direktionsbezirks Leipzig im Bundesland Freistaat Sachsen. Auf einer Fläche vom 31,35 km² leben in Markkleeberg 24.020 Bürger (Stand 31.12.2009). Das entspricht einer Einwohnerdichte von 766,19 Einwohner pro km². Davon sind 12.472 weiblich was einem Anteil von 51,92% der Gesamtbevölkerung der Stadt Markkleeberg entspricht.
Markkleeberg befindet sich am südlichen Rand von Leipzig am Fluss Pleiße und wird von den Städten Großpösna, Zwenkau und Böhlen begrenzt. Die Stadt unterteilt sich in die Ortsteile: Gaschwitz, Gautzsch (Markkleeberg-West), Großstädteln, Markkleeberg-Ost, Oetzsch (Markkleeberg-Mitte), Raschwitz, Wachau (mit Auenhain) und Zöbigker.
Im Jahr 1999 hatte der Sächsische Landtag die Eingemeindung Markkleebergs nach Leipzig zum 1. Januar 1999 beschlossen. Markkleeberg klagte jedoch erfolgreich beim Sächsischen Verfassungsgericht und blieb eine autonome Stadt.
Das Markkleeberger Rahthaus ist ein Umbau des ehemaligen Oetzscher Gasthofs „Zur Linde“ aus dem Jahre 1921. Der Große Lindensaal war und ist ein wichtiger Veranstaltungsort für die Markkleeberger der sich großer Beliebtheit erfreut.
Neben seiner Bekanntheit als Gastgeber der Landwirtschaftsausstellung „Agra“ fand Markkleeberg auch Beachtung in der Wissenschaft. Der am Nordrand des Markkleeberger Sees im Landkreis Leipzig gelegene sogenannte paläolithische Fundplatz Markkleeberg ist einer der bedeutendsten Fundorte für die Mittlere Altsteinzeit in Deutschland und das älteste archäologische Denkmal des Freistaates Sachsen. Es bezeugt die frühesten Spuren menschlicher Besiedlung in einer eiszeitlichen Kältesteppe und die Herstellung von Steinwerkzeugen aus Feuersteinknollen. Entdeckt wurde der Fundplatz bereits 1985 von dem Landesgeologen Franz Etzold. Aber der in der DDR ausgiebig unterhaltene Tagebau zur Förderung von Braunkohle verhinderte eine weitere wissenschaftliche Untersuchung des Fundplatzes Markkleeberg. Erst die Wende in der DDR und die nachfolgende Stilllegung des Tagebaues in der Region ermöglichten seit Jahr 2000 erneute Ausgrabungen.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Markkleeberg gehört das "Torhaus". Aus dem Jahr 1190 ist der Verkauf des Dorfes Altranstädt an Herr Bere de Cleeberg datiert, einem alten Adelsgeschlecht. Es besaß hier eine Wasserburg, welche Später mit einem Rittergut und Schloss überbaut wurde. Das Torhaus ist der einzige Zugang zur ehemaligen Wasserburg. Dieses heute Torhaus genannte Gebäude wechselte oft seine Besitzer und wurde mehrmals erneuert oder umgebaut. 1996 wurde der Verein "Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813" neuer Eigentümer. Nach einer zweijährigen Sanierung fand 1998 die Eröffnung eines geschichtlichen Museums statt. Dargestellt wird die Geschichte des Torhauses selbst, die Rolle Markkleebergs in der Völkerschlacht von 1813 und das frühere Leben auf dem Lande. Andere historische Räume des Torhauses werden für private Nutzung oder Veranstalungen vermietet.
Einen Ausflug lohnt auch die Kirchenruine in Wachau. Die im Jahre 1393 erstmals erwähnte Kirche diente Wachau und drei weiteren Gemeinden als Hauptkirche. Im 16. Jahrhundert gehörte die Wachauer Pfarrkirche zum Kloster Buch bei Grimma. Im Jahre 1867 wurde die Kirche nach starken Orkanschäden durch Constantin Lipsius im neogotischen Stil wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte eine britische Luftmine und eine amerikanische Brandbombe Teile der Wachauer Kirche. Ab 1997 fanden jedoch wieder Gottesdienste und Veranstaltungen in teilsanierten Bereichen statt.
Mit dem Markkleeberger See und dem Cospudener See wandelte sich Markkleeberg zum Naherholungs- und Freizeitzentrum für den Leipziger Raum und ist ein Beispiel für die erfolgreiche Renaturierung einer ehemaligen Bergbaufolgelandschaft. Mit seinen vielfältigen Freizeitangeboten ist Markkleeberg ein Magnet für das Umland und für Touristen und zugleich Eingangstor zur Seenplatte des Südraumes
Auf Grund des guten Wirtschaftsklimas und der zukunftsorientierten Infrastruktur haben sich inzwischen auch innovative Unternehmen und Einrichtungen sowie produktionsnahe Dienstleister angesiedelt. Vielfältige Handwerksbetriebe prägen die Wirtschaftsstruktur der Ortsteile und ein Handwerkerhof in Zentrumsnähe bietet für das kundenorientierte Handwerk sehr gute Arbeitsbedingungen so wie auch die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Bewahrung der Kulturlandschaft leistet.
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